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Tipps zum Wechsel des Strom- bzw Gaslieferanten

16 Aug

Aktuell erfreuen uns die Energieversorger wieder mit Strom- und Gaspreiserhöhungen. Wer von seinem bisherigen Lieferanten eine solche Mitteilung erhält, sollte sich nach einen anderen Lieferanten umschauen.

“Drum prüfe wer sich wieder bindet, ob sich nicht was Besseres findet.”

Ein 10-minütiges Video in dem erklärt wird, wie man den Stromanbieter wechselt. Leider hab ich kein Video gefunden, in dem beides erklärt wird. Aber das Prozedere ist für Gasanbieter gleich.

Ergänzend dazu, noch einige Tipps von mir.

Aktualität der Preisangaben

Inzwischen ist es wohl so, dass die regionalen Grundversorger in den meisten Fällen  ihre neuen Preise auf der Website veröffentlichen. Aber ich erinnere mich noch an Zeiten, das dies anders war.

Ich stand selbst mal im Mailwechsel mit Verivox, weil der hiesige heimische Versorger (EVI Waltershausen), weder auf der HP die “Gaspreis-Produkte” aktualisierte, später verschwanden sie gänzlich, noch Verivox die Angaben mitteilte. Was im übrigen kein Einzelfall war.

Das führte dann dazu, das diese natürlich gut in dem Vergleichsportalen fälschlicherweise positioniert war. Allerdings zeigte sich das Verhalten als vorteilhalft für wechselwillige Kunden. e-wie-einfach wusste wohl von den Preisänderungen auch nichts und hatte sehr lang zu den alten Preis referenziert. :D

Also bei Vergleichsrechner auf die Datums-Angabe bei den Gültigkeiten achten. Im Zweifel nach der Versorgerwebsite suchen und da nachschlagen.

Korrekte Zuordnung Grundversorger / Netzbetreiber

Kunden aus großen Städten dürften mit dem Problem der falschen Zuordnung weniger konfrontiert sein.

Bei meiner PLZ wird regelmäßig bei Strom fälschlicherweise E.ON Thüringen vorgeschlagen. Dies könnte evtl. auch ein Hinweis sein, dass es möglicherweise Probleme geben kann für den neuen Lieferanten, das man den richtigen Netzbetreiber zugeordnet wird.

Mir ist ein Fall bekannt, dass der neue Gaslieferant beim falschen Netzbetreiber (Ohra Hörselgas, 99880 Hörselgau) anstatt bei EVI (99880 Waltershausen) nachfragte. Was erstmal nicht weiter tragisch wäre, hätte mancher Mitarbeiter mitgedacht. Die OHG evtl. mit einen dezenten Hinweis, da sie ja den Ort auf den Formularen sah, bei EVI nachzufragen. Oder der Gaslieferant beim Kunden rückfragen, als die Absage der OHG kam.

Erst als der wechselwillige Kunde nachhakte, erfuhr er das es nicht zu eine Belieferung kommen sollte. Nach der Richtigstellung hatte die Lieferung dann doch noch geklappt.

Ein Vergleichsportal (weiß nicht mehr welches) mailte ich an, da EVI gar nicht auftauchte. Nicht dass ich EVI besonders zugetan wäre, aber schon vorab sollte der Netzbetreiber korrekt sein.

Für einen reibungslosen Wechsel ist es wichtig, dass man nicht selbst den alten Vertrag kündigt. Diese Formalität übernimmt der neue Lieferant.

The Winner is…

Für die Auswahl des neuen Lieferanten spielen sicherlich verschiedene Kriterien eine Rolle. Wer den Großen den Rücken kehren will, sollte erst mal schauen, welche auch wirklich nicht zu diesen gehören. Bei den 100%igen Töchtern ist es noch relativ einfach:

  • Yello Strom -> EnBW,
  • eprimo -> RWE,
  • e wie einfach -> E.ON,
  • Vattenfall easy erklärt sich von selbst ;)

Kurzportraits der bundesweit liefernden Anbieter: Strom & Gas.

Ebenso findet man auf verivox.de Angaben zu Strom- & Gaslieferanten. Im “Stadt/Versorger” -Bereich des Energienetz-Forums ist mancher regionaler Versorger & neuer Anbieter auch sehr stark unter die Lupe genommen. ;)

Wer als Kunde Investitionen in Erneuerbare Energie unterstützen möchte, zahlt einen gewissen Aufpreis. Allerdings ist nicht überall wo Ökostrom steht, auch welcher drin. Greenpeace hatte im letzten Jahr dazu eine Studie veröffentlicht.

In den meisten Fällen wird bei der Ergebnis-Ansicht auf den Vergleichsportalen bequem die Möglichkeit eingeräumt, direkt dort den Vertrag abzuschließen. Sollte bei dem Lieferanten, den man sich ausgeguckt hat, ein solcher Button fehlen, nicht scheuen, die Suchmaschine seiner Wahl anzuschmeißen und selber nach der Website des Anbieters suchen.

Dieser Artikel ist auch als Gastbeitrag in Sven’s kleinem Blog veröffentlicht.

 
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Wahlen & Zahlen

25 Jul

Ein Superwahljahr 2009 liegt hinter uns.  Eigentlich sollten wir im Großen & Ganzen -  garantiert durch ein demokratisches Wahlsystem – dadurch immer eine Regierung haben, die die Mehrheit des wahlberechtigten Volkes hinter sich hat.

Allerdings mutet schon mancher Gegensatz merkwürdig an. Beispielsweise die aktuelle Debatte um den Ausstieg aus der Atomenergie:

Umfragen ergeben, dass die Mehrheit der Bevölkerung für den Atomausstieg ist. Auch gibt es mittlerweile eine rekordhafte Zahl von Menschen, die gegen die geplante Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke auf die Straße gehen.

Aber wir haben eine Bundesregierung, die energisch sich dafür einsetzt, dass die Laufzeit der Atomkraftwerke verlängert wird.

Dieser Gegensatz war Anlass für mich, dass Zahlenwerk der Stimmen näher anzusehen und anhand der Zweitstimmen mal den Prozentualen Anteil zu berechnen, wenn alle Stimmberechtigte als Basis genommen werden würden.

Mir ist bewusst, das zur letzendlichen Sitzeverteilung ebenso die Erststimme und dann noch andere Parameter berücksichtigt werden müssten. Diese Berechnungen habe ich nicht gemacht. Wer das mal durchrechnen möchte, findet auf wahlrecht.de nähere Informationen zum Wahlsystem.

Eigentlich sollte nach demokratischen Verständnis die zur Wahl angetretenen Parteien anteilig so das Parlament besetzen, wie jeweils die Entscheidung der Wahlberechtigten fiel.

Die prozentuale Wahlbeteiligung errechnet sich aus den abgegebenen Stimmzetteln.  Die 100 Prozent, aus denen die Anteilsberechnung  für die  Zusammensetzung des gewählten Parlaments erfolgt, sind die gezählten gültigen Stimmen.

Aber leider sieht das Wahlsystem nicht vor, die Entscheidung der bewussten Nichtwähler und derer, die den Stimmzettel aus Protest ungültig machen zu erfassen und in Wahlstatistiken als Voting aufzuführen.

Auch konnte ich bisher noch keine Berichte, Umfragen oder ähnliches lesen, die sich mit der Nichtwähler-Fraktion auseinandersetzte oder analysierte. Unbekannt also auch wieviel Wahlberechtigte den Stimmzettel ungewollt ungültig machen. Und somit nicht in der Lage sind, die ohnehin in diesem Staat magere Möglichkeit der politischen Mitbestimmung wahrzunehmen.

Frage: Wo verbleiben eigentlich die Stimmzettel einer Wahl?

Zahlenquellen:

Ergebnisse auf www.bundeswahlleiter.de 2005 (PDF, 3,43 MB) Seite 11

Ergebnisse auf www.bundeswahlleiter.de 2009

Bundestagswahl 2005
Wahlberechtigte gesamt 61.870.711
SPD 16.194.665
CDU 13.136.740
CSU 3.494.309
Summe Stimmen 32.825.714
Stimmen-Anteil der Wahlberechtigten 53,06 %

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