Unter meiner Lupe: Weitere Ökostromer

Kurz-Link: http://evisell.de/?p=651

Print Friendly, PDF & Email

(Erstveröffentlichung 24. April 2011, überarbeitete Version 23. August 2013, Anbieter zuletzt ergänzt: 1. März 2017)

Bis vor einiger Zeit gab es über viele Jahre die Kampagne ATOMAUSSTIEG SELBERMACHEN. Unverändert wurden seit dem Start diese 4 Stromanbieter favorisiert.: EWS, Greenpeace Energy, Lichtblick & Naturstrom. Inzwischen bin aber schon auf weitere Ökostromer gestoßen. Die nicht nur günstiger zum heimischen Regionalversorger sein können, sondern auch beim Preisvergleich mit anderen Anbietern durchaus gut platziert sind.

Teich - natürliche Biogasanlage

Ein Teich ist eine natürliche „Biogasanlage“.

Schnell kann man als Interessent überprüfen, ob auch in der eigenen Region die Ökostromanbieter zur Verfügung stehen. Der Tarifrechner auf der Anbieterwebsite wirft diese Information nach Eingabe der PLZ aus.

Natürlich habe ich mir einige Überprüfungsbedingungen gestellt:

1.  Keine Beteiligung der Atomkonzerne. Wer sich allerdings schon intensiver mit den Beteiligungen von Energieversorgern beschäftigt hat, weiß, dass die Verflechtungen nicht einfach zu erkennen sind. Sollte also in meiner Ergebnisliste einer sein, an dem doch einer der BIG 4 beteiligt ist, würde ich mich über entsprechende Benachrichtigung via Email freuen.

2. Ganz kann ich dann doch nicht aus meiner Haut, völlig die vertraglichen Aspekte außer Acht zu lassen: Out sind Anbieter deren Verträge die Kunden knebeln oder die negativ auffallend im Umgang mit ihren Kunden sind, ebenso Vorkasse-Tarife.

3. Reiner Ökostromer: nicht nur einen “preisaufgesetzen” Ökotarif oder welche, die neu ein Extra-”Öko”-Marke ins Feld führen. Also die Unternehmensphilophie sollte sein: Wenn wir schon Strom verkaufen, dann sollte dieser aus Erneuerbaren erzeugt sein.

4. Genossenschaften: Wenn der Strombezug nicht an eine Mitgliedschaft gekoppelt ist und die anderen Kriterien erfüllt werden.

5. Reine Stromvertriebe, zu deren Unternehmensfamilie keine EE-Erzeugungsanlagen zählen, können insofern aufgenommen werden, wenn der Strom über das HKNR des UBA erfasst ist. Die dort registrierten Erzeuger verzichten auf die Einspeisevergütung aus dem EEG, entlasten also das Umlageaufkommen, welches von den nichtpriviligierten (NiPri) Stromkunden gestemmt werden muss. Hier kann ich auch als Kunde den Anreiz geben: Wenn du mehr Ökostrom verkaufen willst, stell halt mehr her. (Ökostrom endlich transparent)
Nachweis für die HKNR-Registrierung bzw. der zugrundeliegenden EU-Richtlinie (2009/28/ EG): RenewablePLUS  und EKOenergie.  Anbieter, die damit werben, müssen das Zertifikat veröffentlicht haben.

6. Die Angabe, womit man den “Grünen Strom” (also eigentlich die Investionen, in die Erneuerbaren Energien) erkennt:
die Labels, mit denen auch die Ökostromer aus der “Atomausstieg selber machen”- Kampagne zertifzieren: TÜV Nord , Grüner Strom Label  & ok-power. Allerdings auch nur, wenn diese Zertifikate veröffentlicht sind.

Nun das Ergebnis in alphabetischer Reihenfolge

Anbieter Zertifikat
Bürgerwerke e.G. TÜV Nord
MANN Naturenergie
(nicht bundesweit)
Grüner Strom Label
natürlich grün EKOenergie
ProEngeno1
(vormals Die Strommixer)
Grüner Strom Label
Strom von Föhr Vertriebs-GmbH TÜV Nord
team energie RenewablePLUS

1 Robin Wood schickt den Anbieter  erneut (Recherchebericht 2013) in die Ewige Verdammnis der Nichtempfehlung, ohne den Beweis für die Behauptung (Verbindung mit einem Atomkonzern) zu erbringen. Eine „Sünde“ aus 2008 (Ökostrom-Einkauf bei einer EnBW-Tochter) führt bei mir nicht zu einem Rauswurf aus der Liste.

Es kann natürlich sein, das irgendwo noch ein Ökostromer (nach obigen Kriterien) existiert. Wer einen solchen kennt, kann mich gern via Email über diesen informieren. Und nicht vergessen mitzuteilen, mit welcher Postleitzahl der gefunden wurde.

Die Kommentare sind geschlossen.