SCHUFAfreie Stromanbieter

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(Erstveröffentlichung 25. Oktober 2014, letzte Aktualisierung 1. März 2017) Als „schufafrei“ werden üblicherweise Vertragsangebote  bezeichnet , bei denen keine Bonitätsüberprüfung des potenziellen Kunden erfolgt. Auch im Strom- bzw. Gasbereich ist im Rahmen der Vertragsfreiheit durchaus zulässig, dass ein Anbieter eine Bonitätsklausel (oder auch „Schufa-Klausel“ genannt) in den Vertragsbedingungen verankert.

Bonität unter der Lupe

Bonität unter der Lupe
Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Bei Kunden, die ein schlechtes Rating bzw. Negativ-Einträge bei solchen Auskunfteien (Schufa ist nur eine von mehreren) haben, wird die freie Wahl für einen alternativen (preisgünstigeren) Anbieter sehr stark eingeschränkt und das obwohl diese Scoring-Werte nicht wirklich eine 100%ige Aussage zu der Zahlungsmoral geben können.

Denn, entgegen zu jeden anderen „Kaufgut“, ist Strom (bzw. Gas zum Heizen) etwas Notwendiges, was bezogen werden muss. Die Frage – die sich solchen ohnenhin schon finanziell strapazierten Kunden stellt – ist, ob sie Hoch- bzw. Höchstpreise (Belieferung durch den Grundversorger womöglich auch noch in dessen teuersten Tarif) bezahlen müssen oder ob sich preisgünstigere Alternativen finden lassen.

Jetzt gibt es allerdings „schufa-stigmatisierte“ Kunden, die durch eine Einzugsermächtigung monatliche Abschlagszahlungen pünktlich leisten. Kunden, die eine solche Einzugsermächtigung ihrem regionalen Stadtwerk/Grundversorger gegeben haben, sollten – wenn nicht schon geschehen – prüfen, ob sie noch im Grundversorgungstarif beliefert werden. Bei einer erteilten Einzugsermächtigung erfüllen sie damit schon einen wesentlichen Vertragsbestandteil um preisgünstigere Angebote des „heimischen“ Versorgers nutzen zu können.

Durch solche Kunden inspiriert, habe ich mich auf die Suche nach Stromanbietern gemacht, welche in den AGB keine Bonitätsklauseln haben, monatliche Abschlagszahlungen möglich sind und keine Jahresvorauskasse fordern.

Ich habe auch tatsächlich welche gefunden. Bei denen mit „*“ gekennzeichneten konnte ich nicht final überprüfen, ob auch das Auftragsformular ohne entsprechende Klausel ist, da kein Formular zum Offline-Ausfüllen (Ausdruck auf Papier) zum Download bereitgestellt wird und der Abschluss ausschließlich über ein schrittweises Online-Formular erfolgt. Wer sich dann für einen solchen Anbieter entscheidet, müsste beim Ausfüllen des Online-Formulars nochmal extra achten, ob das Einverständnis für die Bonitätsprüfung abgefragt wird.

Die Liste der bisher gefundenen Anbieter bzw Stromprodukte (in alphabetischer Reihenfolge) (Stand: 1. März 2017)

Diese Aufstellung soll nur ein erster Einstieg für die Anbietersuchenden sein. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Aktualität der AGB und zum Preisniveau. Auch ist zum Zeitpunkt der Aufnahme in die Liste keiner der Anbieter im besonderen Maße negativ auffällig im Umgang mit Kunden. Allerdings sollte man bei jeder Anbietersuche auch über eine Suchmaschine seiner Wahl nach Erfahrungsberichten von Kunden suchen. Mit Eingabe von „Erfahrungen mit …“ und dann der gesuchten Marke bzw. der Firma wird man meist schnell fündig.

Ebenso habe ich nicht überprüft, ob die Anbieter bundesweit flächendeckend ihren Strom anbieten. Ob in dem Wohnort beliefert wird, lässt sich schnell durch den Tarifrechner auf der Anbieterwebsite überprüfen.

Sollte jemand über diesen Blogbeitrag gestolpert sein, der nicht von einem solchen Stigma betroffen ist: Da können auch oben genannte Anbieter interessant  für die engere Wahl bei der Anbietersuche sein. Eine Geschäftspolitik, die benachteiligte Kunden nicht aussperrt, ist lobenswert.

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