Rosinenpickende Paketdienste

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Wer über das Internet Waren bestellt, kommt nicht ohne die Paketdienste aus. Obwohl mehrere Anbieter am Markt sind, ist es selten, dass der am Ende zahlende Privatkunde seinen favorisierten Dienst selber wählen kann.

Selbst bei „versandkostenfreien“ Angeboten entstehen durch den Transport Kosten. Diese sind dann lediglich in den Verkaufspreis einkalkuliert und erscheinen nicht als extra-Posten auf der Rechnung.

Jüngst „durfte“ ich erleben, dass der Paketbote trotz Anwesenheit meinerseits, lediglich eine Benachrichtigungskarte in meinem Briefkasten hinterließ und folgende Statusmeldung in der Sendungsverfolgung zu lesen war „Das Paket konnte nicht zugestellt werden, da der Empfänger nicht angetroffen wurde.“ und es im Paketshop abgeholt werden kann. Aber die beauftragte Lieferanschrift war meine Wohnanschrift und nicht irgendwo ein PaketShop bzw. -depot.

Verträge scheint dieser PD nur bei leichten Päckchen ordnungsgemäß zu erfüllen. Bei größeren oder gar mehreren Paketen hält man wohl nichts mehr davon. Eine Rosinenpickerei, während wiederum Paketboten anderer PD auch die größeren (schwereren) Pakete beanstandungsfrei zustellen. Und diese würde ich auch bei Bestellungen kleineren Umfangs berücksichtigen.

Übrigens scheinen viele Paketzusteller gern die Pakete „klingelfrei“ an die Paketshops abzugeben, wie zahlreiche Beschwerden bei der Reclabox  und Paket-Ärger.de zeigen.
Solang die Privatkunden selber keinen Einfluss auf die Auftragvergabe haben, gibt es in dieser Konsumenten-Demokratie kaum Möglichkeiten, daran was zu ändern. Auch ein neuer Paketdienstleister, der seine Zusteller festanstellt zu einem angemessenen Lohn und Kundenzufriedenheit wichtig ist, hätte es da schwer. Nicht weil er vielleicht ein 1 Euro pro Paket teurer wäre, sondern weil Privatkunden ihn nicht ordern können.

Bei wenigen Online-Shops (siehe nachfolgende Liste) habe ich es schon gesehen, dass zumindest eine kleine Auswahlmöglichkeit zu den Paketdiensten (PD) angeboten wird. Leider  ist dies sehr selten. Hierbei käme es nämlich nicht allein auf dem Preis, sondern auch auf den bisher erfahrenen Service an.

Liste  Onlineshops, die mindestens zwei Paketdienstleister im Bestellungvorgang zur Auswahl anbieten: (alphabetisch sortiert)

Wer weitere Online-Shops kennt, die mindestens zwei Paketdienste zur Auswahl haben, kann gern in den Kommentaren dahin verlinken.

2 Kommentare von "Rosinenpickende Paketdienste"

  1. Peppy's Gravatar Peppy
    26. Juli 2017 - 10:52 | Permalink

    Hallo EviSell,

    interessanter Ansatz, die Paketdienste selber auszuwählen. Mir fällt spontan kein Shop ein, bei dem ich das schon gesehen hätte.

    Vielleicht auch eine Idee: Die meisten Paketdienstleister dürften zwar eine Art Online-Verwaltung für registrierte Privatkunden anbieten, allerdings nur die Variante „Von Zuhause“ -> „nach irgendwohin“, was fehlt ist ein Service eher in der Bestellabholung -> „Nach Zuhause“, den dann auch der beauftragende Privatkunde direkt an den Paketdienstleister bezahlt.

    Gruß Peppy

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